Rezension: „Cupido“ von Jilliane Hoffman

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Verlag: Rowohlt
Reihe: CJ Townsend (1)
Seiten: 477
Erscheinungsjahr: 2004
Übersetzung: Sophie Zeitz
Preis: 9,99 € (TB)
ISBN: 978-3-499-239663

Klappentext

Der Alptraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment, hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet … C.J. ist Staatsanwältin in L.A, und sie ist ein As. Eines Tages schnappt die Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle einen psychopathischen Serienkiller, nach dem seit Monaten gefahndet wird. Weil C.J. die Beste ist, betraut man sie mit der Anklage. Aber als ihr der Mann vorgeführt wird, den sie im Polizeijargon Cupido nennen, ist sie wie gelähmt.

Anmerkung

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Mit dabei waren:

Nessi: Instagram und Blog

Ashley: Instagram und Blog

Nicci: Instagram

Egal wie gut oder schlecht ein Buch ist – das gemeinsame Lesen mit Euch macht immer wieder großen Spaß! ❤

Meinung

Ich habe im Vorfeld nur Gutes über dieses Buch gehört, leider kann ich dem nicht zustimmen.

Das Buch beginnt stark. Die Jurastudentin Chloe wird brutal überfallen, der Leser bekommt teilweise sogar die Gedankengänge des Täters serviert. Hoffman beschreibt den Überfall an sich zwar nur bis zu einem gewissen Grad, doch das reicht schon aus um für Gänsehaut zu sorgen. Gerade bei alleinstehenden Frauen, die im Erdgeschoss wohnen, mag das eine Horrorvorstellung sein.

Danach fällt die Spannung leider rapide ab. Nach einem Zeitsprung von 12 Jahren begleiten wir die Staatsanwältin CJ Townsend, die den Fall um den Serienkiller Cupido bearbeitet. Dabei findet sie durch Zufall neue Spuren rund um den Überfall vor 12 Jahren.
Leider muss man sich hier durch viel Ermittlungsarbeit seitens der Polizei kämpfen, welche weder sonderlich spannend noch interessant ist. Und besonders die Dialoge zwischen den Ermittlern tun dabei richtig weh. Eine weibliche Autorin versucht ein witziges Geplänkel zwischen ein paar männlichen Polizisten zu schreiben und greift dabei so richtig tief in die Klischee-Kiste. Ein Machospruch folgt dem nächsten – im Grunde hätte nur ein „Deine Mutter“ – Witz gefehlt um dem Ganzen die Krone aufzusetzen (Zitat von Ashley, welchen ich sehr passend finde).

Aus diesem Grund waren mir die Polizisten, die doch recht viel Aufmerksamkeit bekommen, ziemlich unsympathisch. Allerdings konnte sich das im Laufe der Geschichte etwas legen. Die Machosprüche haben sie zum Glück irgendwann sein lassen. Zum Schluss hin waren sie mir fast schon sympathisch.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die unnötigen Szenen rund um die Streitereien mit dem FBI. Dieses versucht, den Cupido-Fall an sich zu ziehen, was einige Male zu Diskussionen rund um die Zuständigkeit führt. Diese Szenen hätten meiner Meinung nach komplett gestrichen werden können, da sie Null zur Geschichte beitragen und insgesamt nur nerven.

Leider braucht es sehr lange, bis die Spannung des Buches wieder steigt. Ungefähr bei Seite 300 gab es einen richtig starken Moment, der mich positiv überrascht hat und mich wieder etwas fesseln konnte. Halten konnte sich das aber leider auch nicht. Zwar war es danach besser als die 300 Seiten zuvor, doch richtig überzeugen konnte es mich nicht.
Gemessen an der gesamten Seitenzahl sind 300 Seiten gähnende Langeweile einfach zu viel.

Auch dem Ende stehe ich eher kritisch gegenüber. Zum einen hatte ich leider sehr schnell den richtigen Riecher was die Auflösung angeht und damit keinen richtigen Überraschungsmoment, zum anderen empfand ich das Ende auch nicht unbedingt als logisch. Es gibt einige Aspekte die für mich einfach nicht schlüssig sind und schon fast sehr abgefertigt wirken, als wolle die Autorin einfach nur zum Ende kommen.

Fazit

Leider ein Flop! Lange Zeit nur pure Langeweile, für mich dann auch noch sehr vorhersehbar und zum Ende hin auch nicht gerade logisch. Aus der guten Grundstory hätte man mehr machen können. Leider verliert sich die Autorin in unnötigen Liebesgeschichten, Ermittlungsarbeit und Zuständigkeits-Scherereien.

Bewertung: 2/5 Sternen

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