Rezension: „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

61INn+-laML._SX327_BO1,204,203,200_
Reihe: Zamonien (4) / Mythenmetz-Trilogie (1)

Verlag: Piper

Seiten: 456

Preis: 14,00 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3492246880

Klappentext

Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!

Anmerkung

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Die ungekürzte Version hat eine Dauer von 17 Stunden und 39 Minuten und wird gelesen von Dirk Bach. Wer gerne Hörbücher hört, dem kann ich dieses absolut empfehlen. Dirk Bach macht einen fantastischen Job und seine Stimme und sein Charme passen wunderbar zur Geschichte.

Meinung

Ich bin eigentlich kein Fan von Fantasy in Büchern. Wenn, dann ertrage ich das nur in einem kleinen Rahmen, von selbst erdachten Welten nehme ich generell Abstand. Aber von diesem Buch wurde so viel gesprochen und es wurde so dermaßen in den Himmel gelobt, dass ich es unbedingt mal probieren wollte. Und siehe da – es hat bestens funktioniert!

„Die Stadt der träumenden Bücher“ ist mein erstes Buch von Walter Moers und wird garantiert nicht mein letztes sein.

Ich habe noch nie eine Geschichte gehört, die so fantasievoll und unterhaltsam ist. Auf jeder Seite merkt man die Liebe zum Detail, sei es bei der ulkigen Namensgebung oder den absurden Romantiteln. Dieses Buch hat einen Charme, den man sich kaum entziehen kann.

Doch fangen wir von vorne an: Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz macht sich auf den Weg nach Buchhaim, einer Stadt, in der es überall um Bücher geht. Er möchte das Rätsel eines mysteriösen Manuskripts lösen und lernt dabei die merkwürdigsten Wesen kennen. Noch dazu begibt er sich in außerordentliche Gefahr.

Der Einfallsreichtum, den Moers hier zum Besten gibt, scheint dabei keine Grenzen zu kennen. Jeder noch so unwichtige Charakter bekommt einen Namen, jedes Buch einen Titel. Er beschreibt die verschiedensten Epochen der Literaturgeschichte und würzt diese mit jeder Menge Humor. Für ihn ist keine Idee zu absurd.

Dementsprechend wird man als Leser von Namen und Anekdoten regelrecht erschlagen, wobei man jedoch schnell merkt welche Namen wirklich wichtig sind und welche nicht. Also keine Sorge, man muss sich nicht jeden Namen merken.

Besonders angetan haben es mir hier die Buchlinge. Und hier hat sich Moers ebenfalls etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Denn der Name jedes Buchlings ist ein Anagramm für einen realen Schriftsteller. So kann man während des Lesens miträtseln, was sich hinter den Namen verbirgt. Auch hier wird wieder deutlich, wie viel Liebe und Arbeit Moers in diese Geschichte gesteckt hat.

Ebenfalls zu erwähnen sind die wunderschönen Illustrationen in diesem Buch. Als hätte der Autor nicht schon genug Liebe zum Detail in der Geschichte bewiesen, stammen auch diese Illustrationen aus seiner Feder. Ein Gesamtpaket, das sich sehen lassen kann.

Fazit

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass dieses Buch als „Eine Liebeserklärung an die Literatur“ beschrieben wurde. Und das kann ich hundertprozentig unterschreiben! Ein absolutes Meisterwerk!

Bewertung: 5/5 Sternen

Advertisements

Ein Kommentar zu „Rezension: „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s