Kurz und Knapp # 5 Spezial: Abgebrochene Bücher

Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass ich nicht jedes Buch, das ich lese, auch rezensiere. Das liegt daran, dass ich bei einigen Büchern nicht das Gefühl habe, die richtigen Worte zu finden bzw meine Worte zu knapp für eine richtige Rezension sind. Deshalb führe ich nun eine neue Rubrik ein – „Kurz und Knapp“.

Hier teile ich euch meine Meinung zu fünf gelesenen Büchern in einer Art Kurzrezension mit. Das hat auch den Vorteil, dass ich so meine Meinung zu Büchern mitteilen kann, die bereits vor einiger Zeit gelesen wurden. In jedem Beitrag gibt es also einen bunten Mix aus allen Genres von Büchern, die ich die letzten zwei Jahre so gelesen habe.

Dieses Mal gibt es eine Art Spezial-Ausgabe, denn nun geht es nur um abgebrochene Bücher.

Die Bücher, die ich hier in dieser Rubrik erwähne, findet ihr übrigens auch im Menü bei den Rezensionen. Diese sind dann mit dem Kürzel „KK“ gekennzeichnet.

*(Zahl) = Teil einer Reihe

Sophie Kinsella: Die Schnäppchenjägerin (1)

Die Schnaeppchenjaegerin von Sophie KinsellaKlappentext: Rebecca Bloomwood hat eine gefährliche Leidenschaft: Die erfolgreiche Finanzexpertin, die anderen Menschen in Geldfragen kompetent zur Seite steht, kann keinem Schnäppchen widerstehen. Nun steckt sie in einer schweren finanziellen Krise und droht in ihrem selbst geschaffenen Chaos unterzugehen, da sie sich gleichzeitig die Bank vom Leib halten, den attraktiven Luke Brandon beeindrucken und ihrer täglichen Arbeit nachgehen muss…

Meinung: Ich habe die Bücher von Sophie Kinsella eine Zeit lang sehr gerne gelesen. Ihre Bücher sind schön für Zwischendurch und ich mag ihren Humor sehr gerne. Bisher habe ich mich aber nur an ihre Einzelbände gewagt. Der Versuch, mit der Shopaholic-Reihe zu starten ist leider komplett gescheitert. Ich habe das Buch nach 116 Seiten abgebrochen. Die Protagonistin war für mich einfach unerträglich. Sophie Kinsellas Protagonistinnen sind in der Regel immer ein wenig naiv aber auch sehr liebenswürdig. Bei Becky Bloomwood hat mir das aber vollkommen gefehlt. Die Frau ist so naiv, dass sie mir einfach nur auf die Nerven ging. Von Liebenswürdigkeit war da keine Spur…

Dan Wells: Ich bin kein Serienkiller (1)

9783492267717_1437806847000_xxlKlappentext: Der 15-jährige John will ein ganz normaler Teenager sein, die Schule besuchen und Mädchen kennenlernen. Doch er weiß, dass in ihm ein düsteres Geheimnis schlummert. Es ist nicht nur das Interesse an Serienkillern, das sein ganzes Leben bestimmt, nicht nur seine Faszination vom Tod. Es ist die Furcht, dass er eines Tages selbst zum Killer wird. Denn John trägt ein Monster in sich. Und als unerklärliche Morde in der Stadt geschehen, muss er sich nicht nur einem dämonischen Gegner stellen, sondern auch sich selbst …

Meinung: Ich habe dieses Buch schon recht früh abgebrochen, als ich gemerkt habe, was für ein Buch ich da überhaupt lese. Denn mir war im Vorfeld nicht bewusst, dass dieses Buch Fantasy-Elemente hat. Meiner Meinung nach ist das im Klappentext auch nicht wirklich ersichtlich (jawohl, das muss man tatsächlich wörtlich nehmen). Einzig die angegebene Internetseite über dem Strichcode macht das wirklich deutlich und wer schaut da schon genau hin? Die Fantasy-Elemente haben mich wirklich überrascht und das eher im negativen Sinne. Deshalb habe ich das Buch abgebrochen.

Caroline Kepnes: YOU – Du wirst mich lieben

51IwkIUSZbL._SX313_BO1,204,203,200_Klappentext: Als die Studentin Guinevere Beck die Buchhandlung betritt, in der Joe arbeitet, ist er augenblicklich hingerissen von ihr. Sie ist all das, was er will: wunderschön, tough, clever und so sexy. Zum Glück bezahlt sie ihren Einkauf mit ihrer Kreditkarte, denn so kann Joe tun, was jeder normale Mensch in dieser Situation tun würde: Er googelt ihren Namen. Doch dabei bleibt es nicht. Schon bald ist Joe besessen von Beck, beginnt sie zu stalken. Mehr und mehr findet er über sie heraus, hackt ihren Facebook- und Twitter-Account, durchsucht ihre Wohnung. Er inszeniert eine Reihe von makabren Ereignissen, die Becks Welt Stück für Stück zerstören – und sie direkt in seine offenen Arme treiben. Bald kann Beck gar nicht anders als sich in den seltsamen, aber irgendwie charismatischen Typen zu verlieben, der wie für sie gemacht scheint – Eines nach dem anderen räumt Joe alle Hindernisse aus dem Weg, die sich zwischen ihn und Beck drängen. Und schreckt dabei auch nicht vor Mord zurück.

Meinung: Grundsätzlich fand ich die Erzählweise des Buches sehr interessant, denn der Leser wird immer direkt angesprochen. Zudem ist die Geschichte aus der Sicht des Täters, was das Ganze noch interessanter macht. Leider mangelte es mir komplett an der Umsetzung. Kein einziger der Charaktere war mir annährend sympathisch und wenn dem Leser bei einem Stalker-Roman noch nicht einmal das Objekt der Begierde sympathisch ist, ist das schon mal keine gute Voraussetzung. Außerdem hatte ich nicht wirklich das Gefühl, in der Geschichte wirklich voran zu kommen. Wenn die Charaktere einen Schritt nach vorn gemacht haben, passierte etwas und schon gingen sie wieder zwei Schritte zurück.

Was mich auch sehr genervt hat waren die ständigen Vergleiche mit Filmen und Büchern. Unser Protagonist vergleicht jede Situation damit und phantasiert sich auch gewisse Situationen so, das etwas abläuft wie in einem bestimmten Film. Als er dann davon faselte, dass er das Objekt seiner Begierde beschützen möchte und das dann mit dem Film „Bodyguard“ vergleicht war für mich endgültig die Luft raus. Ich habe das Buch auf Seite 244 abgebrochen.

Guillaume Musso: Sieben Jahre später

511sSeVCqAL._SX311_BO1,204,203,200_Klappentext: Die extrovertierte Nikki und der zurückhaltende Sebastian waren von Anfang an ein ungleiches Paar. Dennoch verliebten sie sich, heirateten und wurden Eltern der Zwillinge Camille und Jeremy. Doch die Harmonie war nicht von langer Dauer. Als es zur schmerzlichen Scheidung kam, übernahm Sebastian das Sorgerecht für Camille, Nikki das für Jeremy. Fortan lebte jeder sein Leben, weit voneinander entfernt. Bis eines Tages Jeremy auf mysteriöse Weise verschwindet. Ist er weggelaufen? Wurde er entführt? Um Jeremy zu finden, bleibt Nikki nichts anderes übrig, als Kontakt zu Sebastian aufzunehmen, den sie seit sieben Jahren nicht gesehen hat. In der Sorge um ihr gemeinsames Kind vereint, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche – auf der plötzlich nichts mehr ist, wie es vorher war …

Meinung: Ich habe mich vorweg sehr über mein erstes Buch von Guillaume Musso gefreut, da ich bis dahin immer viel Gutes über diesen Autor gehört habe. Nach ungefähr 100 Seiten habe ich dieses Buch jedoch abgebrochen und habe kurz darauf erfahren, dass ich mir wohl eines seiner schwächsten Werke für den Start ausgesucht habe. Ein „Glücksgriff“ sozusagen.

Allein die Grundgeschichte fand ich schon etwas unrealistisch. Beide Elternteile leben in der selben Stadt, jeder zieht einen der Zwillinge auf. Kontakt besteht im Grunde kaum, nicht einmal unter den Geschwistern. Wenn sich die Eltern untereinander nicht verstehen, gut – das kommt oft genug vor – aber es wurde nie deutlich gemacht warum auch die Geschwister keinen Kontakt zueinander haben. Sowieso wirkten alle Charaktere sehr kaltherzig auf mich, da sich die Elternteile nur für den jeweiligen Zwilling interessiert haben.
Auch die fortschreitende Handlung konnte mich nicht vom Hocker hauen. Es hat mich leider überhaupt nicht packen können, weshalb ich einfach nicht weiterlesen wollte.

Guillaume Musso werde ich allerdings dennoch noch nicht aufgeben 😉

John Irving: Gottes Werk und Teufels Beitrag

61nzub1sWzLKlappentext: Homer ist anders als die Kinder im Saint-Cloud’s Waisenhaus: Er will nicht weg. Nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen erlaubt Dr. Larch ihm zu bleiben – unter der Bedingung, dass er in der angeschlossenen Entbindungs- und Abtreibungsstation bei „Gottes Werk” – dem Entbinden – und bei „Teufels Beitrag” – dem Abtreiben – assistiert. Doch das ist nur der Beginn von Homers Odyssee.

Meinung: Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und selbst das konnte mich nicht dazu bringen, diese Geschichte zu beenden (in der Regel breche ich Bücher wesentlich schneller ab als Hörbücher, diese sowieso nur sehr selten). Ungefähr die Hälfte der Geschichte habe ich gehört (was um die 400 Seiten sind immerhin), danach habe ich aufgegeben.
Und der Grund ist ganz einfach: Ich fand es langweilig. Es gab viele Aspekte die ich durchaus mochte aber es hat sich auch gewaltig gezogen, sodass schließlich zur Mitte hin einfach die Luft raus war. Generell hatte ich das Gefühl der Autor hätte den Faden verloren und ich hatte keine Ahnung, wo er eigentlich hinwollte. Irgendwann war dann einfach Schluss.

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