Kurz und Knapp #3

Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass ich nicht jedes Buch, das ich lese, auch rezensiere. Das liegt daran, dass ich bei einigen Büchern nicht das Gefühl habe, die richtigen Worte zu finden bzw meine Worte zu knapp für eine richtige Rezension sind. Deshalb führe ich nun eine neue Rubrik ein – „Kurz und Knapp“.

Hier teile ich euch meine Meinung zu fünf gelesenen Büchern in einer Art Kurzrezension mit. Das hat auch den Vorteil, dass ich so meine Meinung zu Büchern mitteilen kann, die bereits vor einiger Zeit gelesen wurden. In jedem Beitrag gibt es also einen bunten Mix aus allen Genres von Büchern, die ich die letzten Jahre so gelesen habe.

Durch die Links kommt ihr zu Teil 1 und Teil 2 der Blogreihe. Ansonsten könnt ihr auch unter der Rubrik „Rezensionen“ einfach nachsehen. Alle Bücher der Rubrik sind mit dem Kürzel (KK) markiert.

*(Zahl) = Teil einer Reihe

Joel Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

QuebertKlappentext: Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.

Meinung: Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört, welches von Torben Kessler vertont wird. Schon nach wenigen Minuten war ich der Geschichte verfallen und nachdem ich es beendet habe war mir klar: Dieses Buch ist nicht nur ein Monats- oder Jahreshighlight, sondern ein Buch, von dem ich wohl noch in 20 Jahren schwärmen werde! Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und bietet unfassbar viel: Eine spannende Kriminalgeschichte, tiefe Freundschaft und eine verbotene Liebe. Nichts ist, wie es scheint! Absolut empfehlenswert!

Bewertung: 5 Sterne

Sebastian Fitzek: Passagier 23

fitzekKlappentext: Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Meinung: Fitzek konnte mich auch mit diesem Buch erneut begeistern! Die Geschichte bietet ein interessantes Setting, welches vor allem wenn man schon mal eine Kreuzfahrt gemacht hat ein ganz besonders Feeling verursacht. Auch die Charaktere waren mir wieder sympathisch und der Schluss konnte mich wieder schocken. An einigen Stellen wurde allerdings auch wieder etwas über die Strenge geschlagen und übertrieben.

Bewertung: 4 Sterne

Morton Rhue: Ich knall euch ab!

rhueKlappentext: Gary und Brendan werden in der Schule terrorisiert. Ihre Helden sind die Amokläufer von Littleton und sie entwickeln einen Plan, es ihren Mitschülern und Lehrern ebenso heimzuzahlen. Der Tag des Abschlussballs wird zum Tag der Abrechnung.

Bewertung: Diese Geschichte hat eine sehr interessante Erzählweise, denn im Grunde erfährt der Leser alles durch Aussagen der Beteiligten. Wie in einem Interview erzählt mal eine Mitschülerin, mal eine Mutter von den Geschehnissen. Da so doch recht viele Charaktere auftauchen und diese nur zu Beginn vorgestellt werden, gibt es zur Übersicht ein Personenglossar hinten im Buch. Morton Rhue beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Amoklauf an Schulen und durchleuchtet die möglichen Gründe. Dabei übt er auch gekonnt Kritik am System ohne sich wirklich auf eine Seite zu schlagen. Beim Ende hatte ich allerdings das Gefühl, der Autor habe Angst, es wirklich „durchzuziehen“. Was genau damit gemeint ist kann ich leider nicht genau sagen, da dies ein Spoiler wäre.

Insgesamt eine wirklich interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt und gut gemacht ist. Sehr zu empfehlen!

Bewertung: 4 Sterne

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Green_24009_MR1.inddKlappentext: „Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Meinung: Ich habe lange einen Bogen um dieses Buch gemacht, habe dem Hype darum schließlich dann doch nachgegeben. Leider war ich sehr enttäuscht. Sowohl Hazel als auch Augustus haben mich sehr genervt. Ich fand die beiden alles andere als authentisch und ihr pseudo-philosophisches Gelaber ging mir auf Dauer sehr auf die Nerven. Für mich hat der Autor viel zu viel gewollt, was auf Kosten der Atmosphäre ging.

Bewertung: 1,5 Sterne

Chris Carter: Der Vollstrecker (2)

carter 2

Teil 1: Der Kruzifix-Killer

Klappentext: Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt. Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus. Eine weitere wird an den Füßen aufgehängt und in ihrer eigenen Badewanne ertränkt. Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer. Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten.

Meinung: Auch hier gilt wieder eine ausdrückliche Warnung: Nichts für zart besaitete! Der zweite Teil der Robert Hunter Reihe geizt mal wieder nicht an Blut und Gewalt und setzt noch einen drauf. Leider hat er aber auch mit den selben Problemen zu kämpfen wie im ersten Teil: Die Nebenhandlung hat für mich nicht gepasst, vor allem der Versuch Neben- und Haupthandlung in irgendeine Verbindung zu bringen ist gänzlich gescheitert. Die Haupthandlung an sich war aber nach wie vor spannend und durch die kurzen Kapitel gut lesbar.

Bewertung: 4 Sterne

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