Rezension: „Wasser für die Elefanten“ von Sara Gruen

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Verlag: Rowohlt

Seiten: 416

Preis: 9,99 €

ISBN: 978-3499248450

Klappentext

Das schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden.

Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf …

Anmerkung

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gemeinsam mit Nicci gelesen. Ihren Instagram-Account findet ihr HIER

Meinung

Das Buch beginnt vielversprechend. Der 90jährige Jacob (oder 93, so genau weiß er das selber nicht mehr) verbringt seine Tage in einem Altersheim und als nebenan ein Zirkus halt macht, erinnert er sich zurück an die Zeit, wo er selbst Teil eines solchen war. Ich liebe Geschichten, die auf so eine Weise erzählt werden.

Was das Buch ausmacht, ist die Atmosphäre. Nicht nur der Zirkus an sich lässt den Leser in eine andere Welt abtauchen, auch die Tatsache, dass dieser Zirkus in den 30er Jahren seine Runden macht, verleitet einen zum Träumen. Eine schöne Kombination!

Auch der Protagonist Jacob zeigt sich von seiner besten Seite. Man schließt sowohl den störrischen alten Jacob, als auch den jungen Mann Anfang 20 direkt in sein Herz. Seine Gedankengänge und Gefühle werden eindrucksvoll beschrieben, sodass man gerne seiner Geschichte lauscht.

Doch auch, wenn man das Popcorn förmlich riechen kann und sich beim Lesen an seine eigenen Besuche im Zirkus zurückerinnert, zeigt Sara Gruen auch die Schattenseiten des Zirkuslebens. Sie gewährt einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, mit welchen Problemen Zirkusbesitzer und Angestellte zu kämpfen hatten und die schonungslose Härte gegenüber den Tieren. Dabei geht der Glanz und Zauber des Ganzen nie verloren.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Jacob und Marlena ist gut umgesetzt worden. Sie ist nicht kitschig oder überstürzt, sondern wird in einem guten Tempo erzählt und sehr realistisch dargestellt. Besonders Marlena gefällt mir hierbei sehr. Sie ist kein naives Dummchen, sondern eine starke Frau, die ihren Weg geht und nicht aufgibt.

Fazit

Ein bildgewaltiges Buch mit einer großartigen Atmosphäre, welches einiges zu bieten hat. Freundschaft, Leidenschaft und Humor verbinden sich zu einer stimmigen Geschichte. Sie fesselt von Anfang an und ist sehr unterhaltsam. Auch die Gefühle kommen nicht zu kurz ohne dabei kitschig zu werden.

Obwohl ich den Film dazu bereits kannte, hat mich das Buch durchaus überrascht und verzaubert.

Bewertung: 5/5 Sterne

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