Lesemonat April 2017

Der Monat ist schon wieder vorbei, Zeit diesen lesetechnisch Revue passieren zu lassen: Ich bin sehr zufrieden, sowohl mit der Quantität als auch mit der Qualität der Bücher und einfach nur heilfroh, dass es dieses Mal besser gelaufen ist, als im März – meinem persönlichen Flop-Monat.

Meine Leselust war zu Beginn des Monats nicht gerade hoch, was zum Teil auch mit der mangelnden Qualität im März zu tun hatte, doch im Laufe der Zeit kehrte diese wieder zurück. Die mangelnde Leselust habe ich in der Zeit mit Hörbüchern ausgleichen können, denn die gehen bei mir immer.

Hanya Yanagihara – Ein wenig Leben

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Klappentext: „Ein wenig Leben“ handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. „Ein wenig Leben“ ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Meine Meinung: „Ein wenig Leben“ hat seit Erscheinung ordentlich die Runde gemacht und war in aller Munde. Auch ich habe mich sofort auf dieses Buch gestürtzt und habe mir Unterstützung durch das Hörbuch geholt, welches ich wirklich empfehlen kann, da es super gesprochen wurde. Es ist gewiss nicht Jedermanns Sache (das ist im Grunde ja kein Buch), aber ich kann den Hype um dieses Buch absolut nachvollziehen. Es hat mich berührt, mitgenommen und einfach nicht mehr losgelassen. Noch immer muss ich an die Charaktere und ihre Geschichte denken und ich denke, das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Eine Rezension zu diesem Buch wird es von meiner Seite aus nicht geben, denn ich habe zum einen keine Ahnung, wie ich meine Empfindungen genauer in Worte fassen soll. Andererseits bin ich mir immer noch nicht sicher, wie ich es bewerten soll. Denn auch wenn mein Herz absolut an diesem Buch hängt, so hat mein Kopf schon den einen oder anderen Kritikpunkt. So ist die Geschichte stellenweise schon etwas langatmig und an einer Stelle für mich auch leider zu übertrieben.

Meine Bewertung: Mein Herz sagt 5 Sterne, mein Kopf 4. Ein Kompromiss wäre 4,5 Sterne, aber das lässt mein Herz irgendwie nicht zu. Lest/Hört es am besten selbst.

Stephen King – Friedhof der Kuscheltiere

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Klappentext: Manchmal ist der Tod besser. Hinter dem kleinen Tierfriedhof liegt eine verwünschte indianische Grabstätte. Ob Katze oder Mensch: Wer hier beerdigt wird, wird zum Albtraum für die Hinterbliebenen.

Meine Meinung: Für mich ein absolutes Highlight! Auch dieses Buch habe ich als Hörbuch gehört, wieder einmal wunderbar vertont von David Nathan!

In diesem Buch spielt King mit der Urangst eines jeden Menschen – dem Tod. Und das macht er so wunderbar, dass mir nicht nur einmal ein Schauer über den Rücken gelaufen ist. Gleichzeitig geht er überraschend tiefgehend mit dem Thema Trauer und Trauerbewältigung um. Näheres könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

Meine Bewertung: 5 Sterne!

Oscar Wilde – Das Gespenst von Canterville

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Klappentext: Man hatte Hiram B. Otis gewarnt, bevor er Canterville kaufte: In diesen Mauern spukt es. Doch völlig unbeeindruckt von solch allzu britischem Aberglauben bezieht der amerikanische Botschafter mitsamt seiner Familie das neu erworbene Domizil. Bald schon machen besonders die Kinder der Neuankömmlinge dem tatsächlich dort hausenden Gespenst das Dasein zur Hölle und treiben es in die Verzweiflung, bis die kleine Virginia sich seiner erbarmt. Neben dem ‚Gespenst von Canterville‘ enthält dieser Band die Märchen und Erzählungen ‚Der glückliche Prinz‘, ‚Die Nachtigall und die Rose‘, ‚Der selbstsüchtige Riese‘ und ‚Lord Arthur Saviles Verbrechen‘.

Meine Meinung: Ich habe mir ja vorgenommen, jeden Monat einen Klassiker zu lesen (siehe #jedenmonateinklassiker Challenge) und dementsprechend fiel meine Wahl in diesem Monat auf „Das Gespenst von Canterville“. Und ich wurde nicht enttäuscht: Eine kurzweilige, aber sehr charmante Geschichte mit einem gewissen Humor und einer tiefergehenden Botschaft. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. (Die enthaltenen Märchen und Erzählungen, die meine Ausgabe enthält, habe ich allerdings nicht gelesen.)

Meine Bewertung: Ich bewerte Klassiker nicht

Simon Beckett – Tiere

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Klappentext: Manche Menschen sind Tiere.
Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist meistens ganz guter Laune. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im Pub, den seine Eltern früher führten und in dem Nigel jetzt wohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel interessiert sich sowieso mehr für Fernsehen und Comics.
Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine Mitbewohner. Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel nicht …

Meine Meinung: Nachdem Fiasko mit Kalte Asche im letzten Monat (die Rezension dazu könnt ihr hier lesen), wollte ich Simon Beckett eine letzte Chance geben. Da mir seine David-Hunter-Reihe so gar nicht gefällt, habe ich zu einem seiner Einzelbände gegriffen, doch auch „Tiere“ konnte mich nicht überzeugen. Insgesamt gehört es zu meinen Monats-Flops. (Übrigens ist es mein Buch für die Challenge #projektsubleichen)

Warum könnt ihr in meiner Rezension dazu nachlesen.

Meine Bewertung: 1 Stern

Sebastian Fitzek – AchtNacht

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Klappentext: Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung: Auch dieses Buch gehört leider zu meinen Monats-Flops. Ich bin ein großer Fan von seinen Büchern, aber dieses Mal konnte mich Sebastian Fitzek überhaupt nicht überzeugen. Mir persönlich gab es von allem zu viel. Ein Klischee reiht sich an das nächste und auf Teufel komm raus musste alle paar Seiten eine dramatische Wendung daher. Das erzeugte bei mir allerdings keine Spannung, sondern nur das Gefühl, ständig mit den Augen rollen zu wollen. Das kann Fitzek definitiv besser!

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, welches großartig von Simon Jäger vertont wurde. Im Grunde war das auch der einzige Grund, warum ich überhaupt durchgehalten habe. Hätte ich es gelesen, hätte ich es abgebrochen.

Meine ausführliche Rezension dazu findet ihr HIER.

Meine Bewertung: 2 Sterne

Kanae Minato – Geständnisse

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Klappentext: Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Meine Meinung: Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und habe im Vorfeld viele positive Stimmen dazu gehört. Im Grunde kann ich diesen Stimmen nur zustimmen – auch ich fand das Buch sehr gut, wobei ich auch einen Kritikpunkt habe. Denn obwohl mich dieses Buch zu Beginn absolut in seinen Bann ziehen konnte, hat die Spannung für mich später etwas nachgelassen. Grund sind teilweise Wiederholungen, die durch die verschiedenen Perspektiven entstanden sind.

Meine ausführliche Rezension findet ihr HIER.

Meine Bewertung: 4 Sterne

Mitch Albom – Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen

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Klappentext: An seinem 83. Geburtstag kommt Eddie bei einem Unfall ums Leben. Es scheint das tragische Ende eines bedeutungslosen Daseins. Doch im Jenseits begegnet er fünf Menschen, die in seinem Leben eine entscheidende Rolle gespielt haben. Anhand ihrer Erzählungen offenbaren sie Eddie Zusammenhänge in seinem Schicksal, die ihm bislang verborgen waren. Sie lehren ihn, sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen und zeigen ihm den verborgenen Sinn in einem nur scheinbar bedeutungslosen Sein.

Meine Meinung:  Zunächst war ich sehr angetan von diesem Buch, da es nicht so poetisch und philosophisch war, wie ich anfangs befürchtet habe. Ganz im Gegenteil: Albom beschreibt charmant seine Vorstellungen vom Tod ohne dabei kitschig zu werden. Doch leider habe ich mich später ziemlich schwer damit getan und musste mich zum Schluss weitestgehend zwingen, dieses Buch zu beenden. Den Grund dafür kann ich so kaum benennen, es hat mich einfach nicht richtig gepackt.

Meine Bewertung: 3 Sterne

Blake Crouch – Dark Matter – Der Zeitenläufer

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Klappentext: „Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

Meine Meinung: Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und war gespannt auf mein erstes Buch mit SciFi-Elementen. Die Idee dieser Geschichte hat mir gut gefallen, leider hatte ich erhebliche Probleme mit dem Schreibstil und teilweise auch mit der Umsetzung.

Eine ausführliche Rezension zu diesem Buch könnt ihr HIER lesen.

Meine Bewertung: 3 Sterne

James Patterson – Die 5. Plage

(Teil 5 der Womens Murder Club Reihe)

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Klappentext:  Der »Women’s Murder Club« hat ein neues Mitglied: Yuki Castellano hat noch vor kurzem Lieutenant Lindsay Boxer brillant vor Gericht verteidigt. Jetzt ist die Rechtsanwältin selbst auf Lindsays Hilfe angewiesen. Ihre Mutter ist das jüngste Opfer in einer Reihe mysteriöser Todesfälle im San Francisco Hospital. Versucht der eiskalte Dr. Garza eigene Fehldiagnosen zu kaschieren? Oder hinterlässt ein perfider Serienmörder seine blutige Spur im Krankenhaus? Gier oder Wahnsinn – wer verbreitet das tödliche Chaos?

Meine Meinung: Ich lese die Bücher dieser Reihe immer gemeinsam mit Ashley und Nicole und bisher hatten wir auch viel Spaß dabei. Die Bücher von Patterson lassen sich generell sehr schnell lesen, was für Zwischendurch sehr erfrischend sein kann. Auch die Charaktere mögen wir sehr. Doch leider war der 5. Teil wohl für uns alle ein Flop. Mir hat es bei dieser Geschichte sehr an Struktur gefehlt, einige Dinge wurden nicht vollständig abgewickelt und offene Fragen blieben zurück. Spannung war nicht vorhanden und zum Schluss hin hat mich das Buch fast schon genervt. Den nächsten Teil der Reihe werden wir nächsten Monat wieder zusammen lesen, ob es danach weitergeht hängt davon ab, ob dieses wieder besser sein wird.

Eine ausführliche Rezension werde ich dazu nicht verfassen. Wenn euch die Reihe generell interessiert, könnt ihr HIER auch die Rezension zum 1. Teil der Reihe finden, die Ashley geschrieben hat.

Meine Bewertung: 2 Sterne

Statistik

Bücher insgesamt: 9

Davon abgebrochen: 0

Davon Hörbücher: 4

Seiten insgesamt: 3.593

Durchschnittliche Bewertung: 3,1

SuB: 36

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