Rezension: „Bird Box“ von Josh Malerman

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Verlag: Penhaligon

Seiten: 318

Preis: 19,99 € (Gebundene Ausgabe) / 9,99 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3764531218

Achtung: Dieses Buch hat in der Taschenbuchausgabe einen anderen Titel erhalten! In diesem Format heißt es „Der Fluss“ – es ist aber dieselbe Geschichte.

Klappentext

Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen auf der Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von Hausmauern und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet…

Meinung

Josh Malerman hat bei „Bird Box“ eine Atmosphäre geschaffen, die es in sich hat! Dabei bleibt er was Charaktere und Handlungsorte angeht sehr minimalistisch. Nur wenige Charaktere bekommen einen Hintergrund spendiert und im Grunde spielt sich die Geschichte nur an zwei Orten ab. Mehr braucht es allerdings auch nicht, denn den Rest macht die Fantasie.

Und damit kommen wir auch schon zum Kern des Ganzen: Ohne Kopfkino wird diese Geschichte kaum richtig funktionieren. Der Leser muss sich darauf einlassen, ansonsten wird er wahrscheinlich von dem Minimalismus enttäuscht werden.

Wenn das Kopfkino jedoch funktioniert (so wie bei mir), dann kann dieses Buch zu einem richtigen Highlight werden! Man spürt die Beklemmung, die Angst und das Adrenalin und bangt mit der Protagonistin.

Da die Charaktere außerhalb ihres sicheren Hauses die Augen immer geschlossen haben müssen, werden viele Szenen eben aus einer solchen Sicht erzählt. Es wird beschrieben, was der Charakter fühlt, was er spürt und riecht. Er nimmt Dinge in die Hand und versucht zu ertasten, was dieser Gegenstand wohl sein könnte. Und der Leser rätselt im besten Fall gleich mit und wird genauso überrascht wie der Charakter.

Die Atmosphäre dieses Buches hat mich wirklich umgehauen! Besonders zum Ende hin gab es eine Szene, die mich so dermaßen mitgenommen hat dass ich noch bis heute daran denken muss.

Was das Ende betrifft, so gibt es ja verschiedene Meinungen dazu. Vielen reicht das Ende nicht, es ist ihnen zu offen. Mir persönlich hat es aber sehr gefallen, denn es passt zum Rest der Geschichte und ergibt ein rundes Bild.

Fazit

Ein Buch, welches durch seine Atmosphäre punktet, allerdings nur funktioniert, wenn das Kopfkino mitmacht. In diesem Fall kann es zu einem richtigen Erlebnis werden!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

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