Rezension: „Kalte Asche“ von Simon Beckett

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Verlag: Rowohlt

Reihe: David Hunter (2)

Seiten: 432

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

ISBN: 978-3499241956

Zum Hörbuch: Das ungekürzte Hörbuch hat eine Dauer von 10 Stunden und 46 Minuten und wird gelesen von Johannes Steck. Bei Audible kostet der Download 7,40 € (oder ein Guthaben), als MP3-CD 6,99 €.

Klappentext

Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod.
Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord.

Meinung

Nach Beenden dieses Hörbuches kann ich eines mit Sicherheit sagen: Diese Reihe werde ich nicht fortführen. Für mich ist das Kapitel David Hunter nun endgültig abgeschlossen.

Doch warum? Die Geschichte beginnt eigentlich vielversprechend. Wir haben eine kleine Insel, die durch ein Unwetter abgeschottet wird und ein paar Leichen. Diese Idee ist zwar nicht neu, doch daraus machen kann man sicherlich etwas. Simon Beckett tut dies aber einfach nicht. Die Geschichte ist langweilig von vorne bis hinten und absolut vorhersehbar.

Im ersten Teil fand ich den Protagonisten Dr. David Hunter eigentlich ganz nett. Jetzt im zweiten Teil fällt mir auf, dass man auch nicht mehr über ihn sagen kann. Ich kann ihn leider nicht beschreiben, weil ihm keine Eigenschaften zugeordnet werden können. Er ist da, mehr auch nicht. Er ist ein Langweiler und Gutmensch und wirkt stets bemüht niemanden ans Bein zu pinkeln. Ich habe selten so einen platten Protagonisten erlebt. Er wirkt meistens auch total emotionslos, er wird nie wütend oder freut sich über irgendetwas.

Die einzigen Emotionen zeigt er, wenn es um seine Freundin Jenny oder um seine verstorbene Frau bzw Tochter geht. Nur wirken die durch die fehlende Persönlichkeit alles andere als echt. Ganz im Gegenteil: Jedes Mitfühlen mit seiner Person ist einfach unmöglich, weshalb er mir mit seinem ständigen Gejammer schließlich vollkommen auf den Geist ging.

Auch die anderen Charaktere konnten mich nicht überzeugen, denn hier übertreibt es Beckett maßlos beim Beschreiben des Aussehens. Ja, ich habe es kapiert – Grace ist wunderschön und alle Männer liegen ihr zu Füßen. Das brauche ich nicht wieder und wieder zu lesen/hören.

Mit der Spannung wollte es auch nicht so recht klappen. Denn wenn ansatzweise Spannung aufkam, wurde diese im Nu abgearbeitet nur damit David Hunter kurz darauf wieder mit seinem Gejammer anfangen kann. Auch die Tatsache, dass nach und nach weiterhin Menschen ums Leben kommen, baut kaum Spannung auf. Denn ein geübter Thriller-Leser weiß sicher immer sofort, wer als nächstes dran glauben muss.

Und dann auch noch das Ende. Ich muss zugeben, zunächst dachte ich „Hey, das ist ja ganz okay“, doch dann musste Beckett unbedingt noch einen draufsetzen. Auf Teufel komm raus musste ein schockierendes Ende her, welches in meinen Augen überhaupt nicht logisch ist!

Ich weiß es gibt genug Fans von dieser Reihe und wenn ihr dazu gehört dann viel Spaß damit. Falls ihr aber schon den ersten Teil höchsten mittelmäßig fandet, dann lasst die Finger von Teil 2. Die Charaktere sind ohne Profil, die Auflösung in meinen Augen kompletter Schwachsinn. Nicht zu empfehlen.

Zum Hörbuch: Der Sprecher ist größtenteils okay und liest in einem guten Tempo. Doch bei einem Charakter verstellt er seine Stimme so krächzend, dass ich deswegen tatsächlich des Öfteren zusammengezuckt bin, wann immer er wieder damit anfing. Auf Dauer sehr unangenehm für die Ohren! Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wenn Interesse am Hörbuch besteht und der Sprecher nicht bekannt sein sollte, empfehle ich die Hörprobe. Dann kann sich jeder ein eigenes Bild machen.

Ich vergebe 1 von 5 Sternen

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3 Kommentare zu „Rezension: „Kalte Asche“ von Simon Beckett

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