Rezension: „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

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Verlag: Fischer Scherz

Seiten: 576

Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

ISBN: 978-3596188789

Klappentext

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

Meinung

Für mich ist „Gone Girl“ ein Buch, welches mich wohl nie wirklich loslassen wird. Es hat mich gefesselt, wie es nur selten ein Buch schafft.

Als Leser gewinnt man schnell einen ersten Eindruck von den Protagonisten. Da hätten wir Nick, von Selbstzweifeln geplagt und unfähig Gefühle zu zeigen und seine Frau Amy – wunderbar, liebevoll und stets bemüht die perfekte Ehefrau zu sein.

Wir begleiten die beiden durch die Phasen ihrer Beziehung, vom Kennenlernen, den ersten Krisen und schließlich zur Gegenwart, zu dem Tag, an dem sie genau 5 Jahre miteinander verheiratet sind. Doch zum Feiern kommen sie nicht, denn Amy verschwindet spurlos – und Nick gerät in den Kreis der Verdächtigen…

Doch was ist passiert? Diese Frage stellt man sich als Leser pausenlos und kommt dabei keine Sekunde zur Ruhe. Denn immer wieder werden Dinge aufgedeckt, die einen zweifeln lassen, die neue Theorien hervorlocken und einen rund um die Uhr beschäftigen.

Gillian Flynn beherrscht ihr Handwerk hier perfekt und schickt uns auf eine Achterbahnfahrt der Erwartungen und Gefühle, wie ich sie in dieser Form noch nicht erlebt habe. Flynns Beobachtungsgabe und ihre detaillierten Schilderungen menschlichen Verhaltens sind dabei originell und immer auf dem Punkt.

Das Buch hat insgesamt 3 Teile, wobei der erste Teil deutlich ruhiger erzählt wird als die anderen beiden. Das macht auch Sinn, denn hier wird man auf das vorbereitet, was einem in Teil 2 und 3 erwartet. Erst im Nachhinein wird einem bewusst: Jedes Detail ist wichtig! Jede noch so kleine Banalität bekommt plötzlich einen wesentlich höheren Stellenwert. Deshalb hier ein Rat an alle, die das Gefühl haben, sich durch den ersten Teil durchkämpfen zu müssen (welches ich persönlich gar nicht hatte): Haltet durch! Es lohnt sich!

Ab Teil 2 nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und geht in eine Richtung, die ich niemals erwartet hätte. Wahnsinn! Danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich MUSSTE einfach wissen, wie das Ganze endet.

Insgesamt ist „Gone Girl“ alles andere als ein Standard-Thriller. Es ist eine gekonnte Mischung aus Drama und (Psycho-)Thriller, die den Leser wieder und wieder zwingt, seine Erwartungen über den Haufen zu werfen. Ein gut durchdachtes, perfides Buch, welches mich mit offenem Mund zurückgelassen hat und eine Geschichte, die zeigt, wie kompliziert und schwer durchschaubar die menschliche Psyche sein kann.

Für mich ein absolutes Highlight und ein Buch, das einen ganz besonderen Stellenwert bei mir eingenommen hat. Da kann ich natürlich nur die volle Punktzahl geben.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

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2 Kommentare zu „Rezension: „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

  1. Hey Sina,
    Wie cool, dass du jetzt auch unter die Blogger gegangen bist. Das freut mich sehr. Willkommen in der Community! 🙂
    Dein Blog ist ja schon sehr schön und die erste Rezi super gelungen. Gone Girl hat mich damals auch super gefesselt und überrascht.
    Liebe Grüße,
    Julia

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